Katalog Hoffnung, Titelbild unter Verwendung einer Fotoarbeit von ©Martin Bäuml

23. November – 07. Dezember 2025

Teilnehmende Künstler*innen:
Martin Bäuml, Werner Gergaut, Michael Heinrich, Gabriele Nafisa Klipstein, Walter Knolle, Eike Kuhse, Anette Kügler, Stephanie Hüllmann, Karl-Ernst Gaertner, Karl-Willi Haase

„Um den Umgang mit Hoffnung zu reflektieren, kann es sich lohnen, über den eigenen kulturellen Tellerrand zu schauen. „Siebenmal hinfallen, achtmal aufstehen“ ist ein japanisches Sprichwort. Es erzählt vom Weitermachen. Vom Nicht-aufgeben. Vom Dazulernen und, vor allem, von der Kraft, die dahintersteht, dies alles zu durchstehen und zu versuchen. Solange man auf ebenem, stabilem Grund steht, mag es noch gehen. Doch wie geht das in einer Zeit, in der das Gleichgewicht selbst ins Wanken geraten ist? Risse ziehen sich durch Ökosysteme, durch Gesellschaften, durch Freundeskreise, durch Lebensläufe. Aber auch sonst ist das wiederholte Aufstehen oft kein entschlossener Sprung, sondern vielmehr ein langsames, tastendes Richten.

Die Voraussetzung für all dies und für die Kraft, um überhaupt aufstehen zu können, ist: Hoffnung. Und vielleicht ist es genau das, was Hoffnung ausmacht: nicht der feste Glaube an das Gute, sondern vielmehr die Entscheidung, nicht liegen zu bleiben. Kein Triumph, sondern ein Akt der Beharrlichkeit. Und manchmal besteht diese Beharrlichkeit auch aus Formen, Farben, Materialien.

Zehn Künstlerinnen und Künstler, haben sich für diese Ausstellung mit genau diesem Impuls beschäftigt. Nicht als Programm, sondern als Arbeit am Zweifel. Ihre Werke erzählen nicht vom besseren Morgen, sondern vom Versuch, in einem fragilen Heute eine Haltung zu finden. (…)“

Auszug aus dem Katalogtext von Stephanie Hüllmann